Guatemala

5.Nov. 2023 Es regnet und regnet und will einfach nicht aufhören.Sogar unter die Pestizid-Dusche müssen wir trotz Regen.

Aber nach 1 1/2 Stunden sind alle wichtigen Papiere am Zoll ausgefüllt und die Pässe ausreichend begutachtet, so dass wir weiterfahren dürfen.

Es geht direkt nach Santa Elena. Wir wollen die Insel Flores und Umgebung ansehen.

Auf einem Parklplatz neben dem Schwimmbad und mit Seeanschluss verbringen wir die nächsten 2 Nächte.

Mit Regenschirm bewaffnet wagen wir uns auf die Insel.

Es wäre wirklich ein schöner Platz hier…und mit Sonnenschein noch viel schöner! Bunte Häuser, nette Restaurants und angenehme Leute…

Nach 2 Tagen zieht es uns weiter. Wir wollen nach Semuc (Champey).Dort gibt es mitten im Dschungel einen unterirdischen Fluss, der an dieser Stelle über ca. 500 m hervortritt und viele Pools mit türkisem Wasser bildet. Dort wollen wir baden gehn.

Aber heute schaffen wir nur den halben Weg, da wir mit der Fähre den Fluss , Rio de la Passion ,überqueren müssen , um nach Sayaxche zu gelangen und diese Wartezeit dauert nicht weniger als 3 1/4 Stunden. Also eigentlich bin ich überhaupt froh,dass wir es schaffen,mit dieser Fähre auf die andere Seite zu gelangen!

Von hier aus sind noch etwa 80 km zu bewältigen,bis zu unserem Schlafplatz in Candelaria Camposanto .

Als wir ankommen ist es bereits dunkel und so können wir nicht erkennen,wie sumpfig die Wiese ist,auf der wir stehen können. Heute Abend geht nichts mehr! Wir stecken im Dreck!

Die Nacht war etwas unruhig.Deshalb ist schon früh Tagwache.Leider hat es auch während der Nacht erneut geregnet,so dass der Untergrund nochmals sumpfiger geworden ist.

Zum Glück kommen hier jene Leute vorbei,um Wasser zu holen.Christian haut naürlich gleich zwei junge Männer an,ob sie schieben können,wir kämen mit dem Camper nicht mehr raus.Beide sind sofort dabei.Allerdings schaffen wir das auch so nicht. Neue Hilfen kommen dazu.Jeder hat eine gute Idee,wie man es schaffen könnte!

Doch es nützt alles nichts.Schlussendlich zieht uns ein Lastwagen aus dem Schlamassel raus. Uff, war das eine Aufregung!

Unsere Richtung ist immer noch Coban.Bis dahin sind etliche Kurven und Höhenmeter zu bewältigen.

Doch nach ca.45 km ist plötzlich Schluss.Die Strasse,welche wir hätten fahren müssen ,ist völlig überschwemmt.Und die Holzflosse,die jetzt verkehren,sind nur für Fussgänger und Motorräder geeignet.

Also umkehren und zurück

bis zur Grenze nahe Belize .Dann wieder südlich nach Rio Dulce. Hier bleiben wir eine Nacht.

Einkaufen im Supermarkt und dann nur noch fahren …bis San Lucas/Sacatepequez.Die Stadt Guatemala haben wir auf diesem Weg nur leicht gestreift.

Unser Uebernachtungsplatz ist bei einem Event-Hotel ;Casa San Bartolome

und hier können wir seit Langem mal wieder richtig duschen.Und das nutzen wir gleich 2x … man weiss ja nicht, wie lange es dauert,bis wieder eine Dusche benutzt  werden kann!

Von San Lucas aus geht die Fahrt nach Panajachel am Atitlan-See.

Hier ist ein wunderschöner Platz, von wo man gleich 3 Vulkane sehen kann.Wir schauen uns das Dorf an und essen in einem gemütlichen Restaurant ein feines Nachtessen.

Samstag ,11.Nov.2023  Heute gehts hoch hinauf. Die Strassen sind zum Teil grauenhaft.Mal liegen Steine oder Geröll mitten auf der Strasse,oder die Betonplatten sind abgesackt oder ganz weg

und es hat einfach ein riesiges Loch,mitten im Weg.Da gibt es nichts anderes,als langsam zu fahren.Auf der anderen Seite gehts sehr steil abwärts mit vielen Haarnadelkurven…also ich bin unendlich froh, dass wir das überstanden haben!

In San Pedro la Laguna sind nochmals einige knifflige Strassen und Ecken zu überwinden,bis wir den Uebernachtungsplatz bei einer Kaffeerösterei mit Cafe und Hotel endlich erreichen. Hier geniessen wir als erstes einen echten Guatemala-Kaffee

und danach erkunden wir den Ort, der ziemlich steil am Atitlansee liegt.

Hier entdecken wir seit Langem eine unheimlich gute Bäckerei.Es gibt knuspriges ,feines Brot! Der Bäcker ist ein echter Einheimischer und die Angestellte ist eine junge Schweizerin aus Genf. Sie erzählt uns,dass der Ladeninhaber kein gelernter Bäcker ist und dass er immer getüftelt hat,bis er so ein herrliches Brot fertig gebracht hat.Super!Natürlich kaufen wir Brot für unser Sonntags-Frühstück. Und da man so einen Laden in Mittelamerika sehr selten findet,bestellen wir gleich noch eine Pizza, welche in einer gemütlichen Ecke gegessen werden kann.

Himmlisch! Wir sind richtig hin und weg!

Während der Nacht ist es leicht windig,so dass ein Blechdach immer klappert.Anfangs denke ich noch,es sei ein Hund,der immer übers Dach läuft…bis ich dann mal rausschaue .Etwas später guckt auch noch eine Katze neugierig zum Dachfenster rein und erschreckt mich schon ein bisschen.

Und noch was ganz Besonderes geschieht diese Nacht! Ich erhalte spät eine WhatsApp -Nachricht von meinem Sohn Sascha , mit der freudigen Botschaft ,dass ich jetzt  Grosi bin.Hurra ! Es ist ein Junge und er heisst Maleo .

Was für ein Geschenk !

Am Morgen wache ich ziemlich unausgeschlafen auf. Nach solchen Botschaften kann man nicht gleich schlafen! Aber es ist Zeit, denn wir müssen wieder durch die steilen engen Gassen raus aus diesem Dorf…und das ist sicher einfacher ,wenn noch nicht alle Leute auf der Strasse sind. Es stellt sich aber raus ,dass wir bestimmt 2 Stunden oder mehr zu spät dran sind! Bereits herrscht Hochbetrieb und es ist eine ziemliche Kunst zwischen den Marktständen und den vielen Leuten durchzukommen! Aber Christian schafft das und so verlassen wir erleichtert San Pedro da Laguna.Wir fahren weiter

nach Antigua de Guatemala zu einem Platz der Policia de Tourismo.

Hier müssen wir uns registrieren und Regeln befolgen. Regel Nr. 1 : Futter kaufen für die 4 Hunde auf dem Platz,Regel Nr. 2 : Wir sollten um 22 Uhr zurück beim Camper sein,da dann das Tor geschlossen wird.Ansonsten können wir bleiben,solange wir wollen . Einverstanden ! 🙂

Die Stadt ist sehr sehenswert und es herrscht reges Treiben.Sogar die Fast Food Ketten wie Mc Donald, Wendy, Pizza Hut,usw. müssen hier versteckt sein hinter einer schönen Fassade und passend beschriftet.

Denn Antigua de Guatemala gehört zum Unesco Weltkulturerbe.

Beim Eindunkeln kaufen wir noch einen Sack Hundefutter und kehren zum Camper zurück.

Tag 2 in Antigua de Guatemala ; Wir bringen unsere schmutzigen Kleider in die Wäscherei,und laufen danach erneut kreuz und quer durch die ganze Stadt.

Dazwischen gemütlich einen Kaffee trinken und vielleicht noch ein Gelati essen. Vor einer Kirche

treffen wir auf einen jungen Mann aus dem Schwarzwald.Er ist alleine unterwegs und tourt durch ganz Lateinamerika. Dazwischen arbeitet er auf seinem Laptop und reist dann weiter. Theo fragt uns,ob er ein kleines Filmchen drehen darf ,für YouTube.  Nur ein wenig plaudern und erzählen ,was wir machen .Ganz einfach ! 🙂

Nach zwei Tagen in Antigua hält uns nichts mehr hier. Heute wollen wir nach San Francisco de Sales.

Von hier aus soll man auf den Vulkan Pacaya wandern können, auch ohne Begleitung.( So steht’s im iOverlander App )

Kaum dort angekommen,werden wir schon von angeblichen Tour-Guys belagert.Jeder will uns einen PP anbieten zum Uebernachten und natürlich mit uns auf den Berg hochwandern.Wir wehren uns ,und erklären,dass wir keine Begleitung brauchen. Aber es nützt alles nichts.Es ist aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt,ohne Begleitung zum Vulkan zu wandern …und sowieso,man darf gar nicht bis zum Gipfel hoch,sondern nur bis zu einem Aussichtspunkt.Jetzt müssen wir für diese Wanderung 2x 100 Quezal NP Eintritt bezahlen ,für den Guy nochmals 200 Quezal und dazu 25 Quezal für den PP. Das sind etwa 53.- Fr. für eine schlussendlich 2-stündige leichte Wanderung,

bei der wir nicht mal richtig den Vulkan sehen können.

Dafür sehen wir als Ersatz auf der gegenüberliegenden Seite den rauchenden De Fuego und den Vulkan Agua.

In der Schweiz würden wir mit diesen vorgeschriebenen Massnahmen aufhören zu wandern! Was solls,wir haben es versucht.

Nach einem Kaffee gehts nochmals einige Kilometer Richtung Grenze Honduras.

In Jutiapa ,auf dem PP eines Super Bodega`s

übernachten wir das letzte Mal in Guatemala. Gleich morgen früh gehts an der südlichsten Grenze nach Honduras.

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.